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Samira an der University of Iowa

 

SamiraSamira

Studiengang: Lehramt für sonderpädagogische
Förderung

Gastuniversität: University of Iowa

Austauschprogramm: Bilateraler Austausch

kopieLeavenworth 3
USA


04.10.2019:  Und dann fand ich mich in der Unizeitung wieder...


image2Man geht mit großen Erwartungen ins Ausland - man erwartet sich weiter zu entwickeln, neue Freunde zu gewinnen und viele neue Erfahrungen zu machen. Allerdings hätte ich NIE damit gerechnet in der Zeitung zu landen. Alles fing mit der einfachen Frage von einem Freund aus meinem Creative Writing Kurs an, ob er mich und einen anderen deutschen Austauschschüler aus unserem Kurs für die Unizeitung interviewen könnte. Er wollte einen Artikel über international students in Creative Writing Kursen schreiben. Völlig unbedarft willigte ich ein - unwissend, wie groß das ganze werden sollte. Am Tag an dem das Interview stattfinden sollte, bekam ich morgens eine WhatsApp Nachricht von seiner Kollegin - die für Video und Foto zuständig sei. Nach einiger Zeit stellte sich heraus, dass wir (drei international students) zum Student Spotlight der nächsten Ausgabe werden sollten. Nach dem eigentlichen, gemeinschaftlichen Interview folgten also noch ein Solo Interview, welches auf Video aufgenommen wurde und sehr professionell aufgenommene Fotos.

Und so landete ich zusammen mit den zwei anderen ausländischen Studierenden in der aktuellen Ausgabe des Daily Iowan. Das Foto von mir wurde von Jenna Galligan aufgenommen. Wer den Artikel lesen möchte, findet ihn unter:
https://dailyiowan.com/2019/10/02/international-students-taste-top-notch-creative-writing-program-at-the-ui/

Außerdem nehme ich hier an dem Global Buddy Programm Teil, was sehr dem Dortmund Double Programm teil. Über das Semester gibt es mehrere Events und Ausflüge, die von Global Buddies organisiert werden. Der erste Ausflug ging zu Wilson’s Orchard, wo viele verschiedene Apfelsorten und Kürbisse gezüchtet werden. Dort haben wir eine Fahrt mit einem Traktoranhänger durch die Apfelfelder gemacht und haben anschließend hausgemachte „Apple Turnovers“ (warme Kuchenteilchen gefüllt mit Äpfeln) mit Zimteis gegessen. Man hätte außerdem noch selber Äpfel pflücken gehen können, um zuhause den amerikanischen Herbstklassiker Apple Pie zu backen.

So langsam gehen die Temperaturen runter und es wird endlich Herbst. Daher wird meine nächste Mission zu lernen, wie man einen amerikanischen Pumpkin Pie backt. Stay tuned :)

    


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20.09.2019:  Das Beste an Iowa City 



Bei der Entscheidung, für eine Zeit im Ausland zu studieren, stehen natürlich oft akademische Faktoren im Vordergrund. Aber was ist mit der Zeit, wenn man grade nicht in Seminaren oder Vorlesungen ist? Ich möchte euch in diesem Beitrag von meinen Erfahrungen außerhalb des Unterrichts erzählen. Iowa City ist eine totale Studentenstadt! Von meinen Kursgebäuden läuft man maximal 10 Minuten in die Innenstadt. Dort angekommen, gibt es so ziemlich alles, was das Studentenherz sich wünschen könnte. Einen Frozen Joghurt Laden, kleine Geschäfte mit verschiedensten Produkten und coole Restaurants. Was aber bei den Studentinnen und Studenten der University of Iowa vermutlich am beliebtesten ist sind die kleinen Cafés, die tüchtig mit Kaffee, Tee, heißer Schokolade oder saisonalen Getränken wie „Pumpkin Pie Latte“ versorgen, und dann auch häufig als Platz zum Lernen dienen. Mein absoluter Lieblingsort in ganz Iowa City ist das Java House. Ein kleines Café mit rustikalen Holztischen, antiken Lampen und spannenden Kunstwerken an den dunkelblauen Wänden – meiner Meinung nach die perfekte Atmosphäre zum Konzentrieren! Ein anderes Highlight ist für mich der süße Buchladen „Prarie Lights“. Der Laden führt eine ganze Reihe der Kursbücher, die man hier als Student
braucht, versorgt uns hier aber auch mit allen anderen Arten von Büchern. Über dem Laden befindet sich ein kleines Lerncafé, was bei den Studenten auch sehr beliebt ist. Außerdem kann man dort am Wochenende Lesungen von internationalen Autoren
lauschen. In der Innenstadt von Iowa City ist das Old Capitol Building mit seiner goldenen Kuppel kaum zu übersehen. Die Stufen des Gebäudes werden von den Studenten ebenfalls fleißig als Ort zum Lernen genutzt. Dort hat man den netten Nebeneffekt von einem schönen Ausblick über die Iowa City. Wenn man nach dem vielen Lernen oder am Wochenende Zeit mit seinen Freunden verbringen möchte, bietet die Stadt eine ganze Reihe von netten Bars, in denen man den aktuellen Sport auf Fernsehbildschirmen verfolgen und übersüßte Limonade trinken kann. So, nun dazu was das Beste an Iowa City ist – die Menschen! Wenn man ins Ausland geht hat man vielleicht zunächst Sorge, Anschluss zu finden. Darum muss man sich hier gar keine Sorgen machen. Ob es ein Kommilitone ist, der einen nach dem Unterricht anspricht und vorschlägt, mal was zu unternehmen oder ob es die Sitznachbarin ist, die einen
zum nächsten Treffen mit ihren Freunden einlädt – das Klischee der Freundlichkeit des mittleren Westens bestätigt sich und man lernt ganz leicht viele neue Leute kennen.

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06.09.2019: Das erste Collegefootballspiel



Nach dem etwas holprigen Start in das Semester, fühlte ich mich in den letzten zwei Wochen endlich angekommen. Am Ende der Orientierungswoche habe ich mich mit meiner akademischen Beraterin getroffen, um meine Kurse zu wählen. Ich hatte ursprünglich geplant, primär Sonderpädagogik Kurse zu belegen. Allerdings ist Iowa City eine UNESCO Stadt für Literatur und hat wahnsinnig viele Autoren. Daher konnte ich nicht anders, als mich für einen Kurs im kreativen Schreiben anzumelden. Ansonsten habe ich noch
einen Kurs in Übersetzung, einen in Eltern-Lehrer Kommunikation und einen Kurs darüber, wie Menschen im Verlauf ihres Lebens von Traumata beeinflusst werden. Jeder Dortmunder Student lacht mich grade vermutlich aus - nur vier Kurse? Das klingt aus deutscher Sicht erstmal wenig, allerdings scheint der Aufwand, den man für ein Seminar betreiben muss, hier deutlich höher.

Dank des Labour Days, hatte ich ein langes Wochenende, um viel zu unternehmen. Am Samstag bin ich zusammen mit meiner Mitbewohnerin zum ersten Spiel der Saison der Iowa Hawkeyes, der College Footballmannschaft von Iowa City, gegangen. Und auch wenn ich dachte, große Sportveranstaltungen aus Dortmund zu kennen - war das doch eine ganz neue Erfahrung. Die ganze Stadt Iowa City scheint bei einem Footballspiel zum Feiern ans Footballstadion zu kommen, auch wenn nur ein Bruchteil der Menschenmenge dann
tatsächlich Karten zum Spiel hat. Man muss sich einmal vorstellen, das Iowa City 74000 Einwohner, und das Stadion ein Fassungsvermögen von ca. 70000 hat. Football ist in Iowa City ein echtes Community Event.

Die Spiele werden im amerikanischen Fernsehen übertragen, teilweise sogar bei ESPN 2. Einmal im Stadium angekommen, fühlt man
sich zunächst einmal wie zuhause, da die Vereinsfarben Schwarz und Gelb sind, dann aber wie in einem amerikanischen College Film. Die Footballspieler auf dem Feld sehen in ihren Ausrüstungen fast unecht aus, da man solche Szenen schon in so vielen Filmen gesehen hat. Dieser zuvor beschriebene Community Spirit zeigt sich nicht zuletzt in einer Footballtradition im Stadion. Neben dem Stadion ist das
Kinderkrankenhaus so gebaut, dass die Kinder aus ihren Zimmern die Spiele mitverfolgen können. Und so hat sich in Iowa City die
Tradition „the Wave“ eingebürgert, bei der sich einmal während jedes Footballspiels das ganze Stadion zum Kinderkrankenhaus umdreht und den Kindern winkt. So wollen die Footballfans ihre Unterstützung für die Kinder zeigen. Es ist wahnsinnig rührend zu sehen, wie Fans, Teams und Offizielle unter anderem mit ihren Handytaschenlampen den Kindern winken und man sehen kann wie die
teilweise schwerkranken Kinder mit ihren Handytaschenlampen oder übergroßen Händen antworten.

Für diese Tradition sind sie 2017 zum Laureus Award für die emotionalsten Sportmomente nominiert worden. Ich fühle mich in Iowa City wirklich willkommen. Ich habe bisher nur Menschen getroffen, die sich wahnsinnig gefreut haben, jemanden aus einem anderen Land
kennenzulernen. Dazu kommt, dass Iowa City wirklich zeigt, wie wichtig der Stadt Gemeinschaft und Zusammenhalt ist. Das ist wirklich sehr beeindruckend.

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23.08.2019: Die erste Woche 


20190819_173756Die Vorfreude war riesig, als ich im Flieger von Miami nach Cedar Rapids saß, um bald meinen ersten Tag der Orientierungswoche an der University of Iowa anzutreten. Ich hatte zuvor zwei Wochen in Miami Beach Urlaub gemacht. Als ich dann an meinem gemieteten Appartement ankam, erwartete mich bereits meine bereits sehr enttäuschte Mitbewohnerin. Auf der Wohnungsanzeigen sah unsere Wohnung fantastisch aus, aber bei Ankunft erwarteten uns sehr kalte, kaum geputzte Räume. Der Müll befand sich noch von unseren Vorgängern in der Küche, in der Dusche war Schimmel und an den Decken im Wohnzimmer nasse Flecken. Nach kurzer Zeit wurde klar, dort können wir nicht
bleiben!

Am nächsten Tag trafen wir uns mit einer Mitarbeiterin der Universität, die uns bereits vor unserer Ankunft ihre Hilfe angeboten hatte, da sie freiwillig internationalen Studierenden hilft, sich einzugewöhnen. Sie hat in ihrer Studienzeit ein Jahr in Deutschland verbracht, in dem ihr einiges schwer viel. Daher hat sie es sich zur Mission gemacht, anderen Studenten nun in ihren Auslandsaufenthalten zu helfen. So steht sie auch schon seit mehreren Jahren in Kontakt mit unserer Uni. Sie brachte uns mit anderen Studentinnen in Verbindung, welche ihre Vermieter anriefen, um uns in unserer schlechten Wohnsituation herauszuhelfen. Nun standen wir zunächst vor der Herausforderung unsere Verträge durchzusehen, um einen Ausweg aus unserer Situation zu finden. Und Mietverträge auf Englisch sind manchmal gar nicht so leicht zu verstehen.

Eine der Studentinnen nahm uns sogar auf, und so schliefen wir bereits in unserer 2. Nacht in Iowa in ihrem Wohnzimmer. Nach einigen Tagen hatten wir es dann aber geschafft, aus unserer ursprünglichen Mietverpflichtung herauszukommen,
einen neuen Mietvertrag zu unterschreiben und unsere neue Wohnung einzurichten. Bei den Einkäufen für unsere neue Wohnung hat uns abermals die besagte Unimitarbeiterin geholfen, indem sie uns mit dem Auto einkaufen gefahren hat. Das klingt natürlich erstmal nach einem harten Start. Aber auf der anderen Seite durften wir das Orientierungsprogramm der Universität durchlaufen, welches uns nicht nur mit wichtigen Informationen über das Unileben versorgte. Es führte uns aber auch weiter in amerikanische Gepflogenheiten ein und machte uns deutlich, dass jeder durch verschiedene Phasen der kulturellen Anpassung geht und dass die eigenen Reaktionen oder Gefühle im Bezug auf eine solch neue Situation legitim und normal sind.


Insgesamt sind wir einer Universität begegnet, in der uns jeder mit offenen Armen willkommen geheißen hat. Iowa City ist eine wunderschöne Unistadt, in der man sehr auf das eigene Footballteam stolz ist, die Iowa City Hawkeyes. Besonders fällt dies einem auf, wenn man die vielen Menschen in der Stadt in Hawkeye Fankleidung oder in Unikleidung rumlaufen und damit ihre Verbundenheit zur Stadt ausdrücken sieht. Hier ein paar erste Eindrücke aus Iowa City:

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Hallo Hawkeyes!


Mein Name ist Samira und ich werde in kurzer Zeit in mein Auslandssemester an der University of Iowa starten. Natürlich habe ich eine Menge Erwartungen und Wünsche für meine Zeit dort. Ich hoffe im Studium dort einen anderen Blick auf mein Studienfach Sonderpädagogik zu erhalten. Besonders freue ich darauf, voll ins amerikanische Universitätsleben einzutauchen. Iowa City und die Umgebung erkunden, meine neuen Kommilitoninnen und Kommilitonen kennenlernen und amerikanische Feste wie Halloween und Thanksgiving feiern, wird mein Auslandssemester sicher unvergesslich machen!


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Kontakt

Laura Hope
Tel.: 0231 755-4728

 

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