Sprungmarken

Servicenavigation

Hauptnavigation

Sie sind hier:

Hauptinhalt

Lydia an der Nothern Arizona University

 

     lydiam

Lydia

Studiengang: Erziehungswissenschaften

Gastuniversität: Northern Arizona University

Austauschprogramm: Bilateraler Austausch

AZ_Coconino National Forrest 21
USA

15.05.2020: Crazy Times



Nach langer Zeit schaffe ich es mich aufzuraffen und einen neuen Blogbeitrag zu schreiben. Eventuell den letzten, da mein Semester an der NAU jetzt offiziell vorbei ist. Das Semester ging online weiter und ich reichte alle Unterlagen über die NAU online Plattform ein. Ich habe bisher nur A‘s und bin trotz der schwierigen Situation Stolz auf mich, dass ich das Semester hervorragend gemeistert habe. Eins meiner Finals war ein Video über eine Geschichte aus meinem Leben und ich habe mich entschieden ein Video über meine Auslandserfahrung mit dem Coronavirus zu machen: https://youtu.be/JHtjp49VbjE

Es ist definitiv eine schöne Erinnerung an mein Auslandssemester und hat mir auch gezeigt, wie schwer es ist Englisch zu sprechen, wenn man mit einem Mikrofon spricht. Die Noten bringen mir für mein Studium nichts, jedoch habe ich viele Erfahrungen sammeln können. Mein Zeit- und Organisationsmanagement konnte ich durch mein Auslandssemester deutlich verbessern. Ich habe die richtigen Prioritäten in den USA gesetzt und bin viel gereist, auch wenn es nur 2 1/2 Monate waren. Trotzdem habe ich die
Uni Aufgaben nicht vernachlässigt. Ich habe einen Kurs noch abgewählt als ich in Deutschland gelandet bin, da ich einen Kurs mehr hatte als ich überhaupt brauchte und da mich die Situation allgemein zuerst sehr überfordert hatte.

Jeder Mensch muss momentan zurückstecken, jeder ist eingeschränkt und jeder hat seine eigene Covid-19 Geschichte, trotzdem war es schwer für mich zu akzeptieren, dass mein Auslandsemester jetzt so mir nichts dir nichts vorbei ist und ich zuhause bin.

„Sei doch froh, dass du jetzt sicher in Deutschland bist.“ „Das Gesundheitssystem ist hier auch viel besser.“ „Du hättest dort doch sowieso nichts mehr machen können.“

Wie oft ich diese Sätze in den letzten Monaten von anderen oder von mir selbst gehört habe. Natürlich wäre es nicht mehr so geworden, wie man es schon fest geplant hatte. Ich hätte meine Tante in Alaska Ende April besucht, sie nach über 20 Jahren gesehen. Springbreak wäre ich in Mexiko gewesen, ich wäre mit meinem Freund an die Westküste und mit meinen Eltern und meiner besten Freundin würde ich derzeit unterwegs sein in den USA und einen Roadtrip machen. Wir würden uns noch Chicago angucken, bevor es am 29.05 nach Deutschland gehen würde. All diese Erfahrungen und noch viele mehr konnte ich nicht machen. Und das macht mich häufig noch traurig. Es ist okay zu trauern, wenn man etwas verliert.

Und trotzdem habe ich in den letzten Wochen gelernt nicht darüber nachzudenken, was ich verloren habe, sondern was ich alles gewonnen habe. Ich war 2 1/2 Monate in den USA, habe die besten Freunde dort gefunden mit denen ich immer noch regelmäßig online Kontakt habe und die ich, sobald ich darf, besuchen werde. Die Erfahrungen, die ich gemacht habe sind wunderschön
gewesen.

Seitdem ich zurück in Deutschland bin steht die Welt still, alles passiert langsam und doch vergeht die Zeit so schnell. Ich bin nun seit zwei Monaten hier und es kommt mir vor wie ein paar Wochen. Ich habe bisher nur eine Handvoll Freunde wiedergesehen aufgrund der aktuellen Situation und freue mich wenn ich hoffentlich bald das erste Mal in diesem Jahr meine Omi wiedersehen darf.

Mein Freund und ich verbringen viel Zeit miteinander und Zeit mit der  Familie ist wichtiger denn je.

Nun beginnt ein neues Kapitel in meinem Leben. Ich blicke auf meine Zeit an der NAU zurück und bin überglücklich dort gewesen zu sein. Flagstaff ist wunderschön, perfekt in den USA gelegen und das I-House war für mich der beste Ort zum Leben und ich kann es jedem empfehlen dort zu leben. Ich vermisse meine roommates unglaublich und freu mich sie hoffentlich bald wiederzusehen.

Von der NAU gibt es 25% der gesamten Housing Miete zurück, sodass wir nur noch ein Teil der Miete zahlen müssen für die Monate in denen wir nicht dort waren. Das ist immerhin etwas positives an der gesamten Situation.

Manchmal wünschte ich mir, dass ich einfach nochmal dorthin zurückgehe, jedoch ist dies finanziell einfach nicht nochmal zu stemmen in der nächsten Zeit, da man durch die ganzen gecancelten Flüge, etc. schon viel Geld verloren hat.

Jeder hat seine eigene Covid-19 und Study abroad Geschichte. Dies war meine.

Stay safe everyone.


And a special thanks to my five guys and girlstalk group! Thank you so much
for making my study abroad unforgettable! I love you and miss you! :)

                      

  4E256E79-6EF8-4804-A083-F12B6BEDAF14  34DE538E-9E7A-445E-998E-48084B6B3A16

455392CD-C689-474B-9633-059D2267E81A  C3683A08-1071-4770-8A4E-390D7D60CE67   F1A426DA-B3D4-4A18-9F30-C240565CC81A


up

17.03.2020: HOME 



Für 2 1/2 Monate konnte ich nun meinen Traum in den US leben und nun... Hätte man mir letzte Woche erzählt, dass ich jetzt am Flughafen in London sitze anstatt mich in Mexiko in Puerto Vallarta zu sonnen, hätte ich es nicht geglaubt. Doch dann ging alles ganz schnell. Mittwoch kam die Nachricht, dass EU Bürger nicht mehr in die US für 30 Tage dürfen. Das hieß für mich: mein Freund kann mich Ende März nicht besuchen. Seitdem gibt es keinen Tag mehr an dem ich entspannen konnte. Wie geht es weiter mit dem Virus? Wie schnell wird er sich in den US verbreiten und werden wir davon betroffen sein? Die nächsten zwei Tage waren die längsten und schlimmsten meines bisherigen Lebens. Wenn man sich seit Jahren gewünscht hat in einem anderen Land zu studieren, wenn man sich seit Monaten drauf freut und Pläne schmiedet und dann eine Entscheidung treffen muss, ob man nachhause fliegt oder nicht aufgrund einer Pandemie, ist es einfach eine Situation, der ich keinem anderen Menschen wünsche.

Nun sind wir aber eine große Gruppe an Internationals und es ging in Gesprächen nur noch um die ungewisse Zukunft. Donnerstag wurde uns empfohlen den Mexiko Trip abzusagen, da man nicht wüsste, ob man als Europäer wieder in die US dürfte. Freitag entschied ich einen Flug nachhause zu buchen, da wir die Nachricht bekamen, dass wir die nächsten 2 Wochen nach Springbreak online Kurse haben.  Diese kann ich auch von Deutschland aus machen. Und nach den 30 Tagen, falls der Travel Ban aufgehoben wird zurückreisen. Dann verpasse ich nur eine Woche Uni. Nach einer schönen Abschiedsfeier am Samstagabend mit meinen internationalen Freunden, verabschiedeten sie mich alle morgens um 9.00 Uhr auf dem Parkplatz. Ich habe Freunde gefunden, die ich nun überall auf der Welt besuchen kann und die immer für mich da sind und sein werden und ich auch für sie. Es ging dann nach Las Vegas mit einer Freundin aus den Niederlanden, die auch zu ihrer Familie wollte. Nach einem halben Tag in Vegas, bei dem wir beide unglaublich nervös waren,
fuhren wir zum Flughafen und wir wurden mit erst 30 Minuten, dann 4 Stunden und dann 5 Stunden Flugverspätung begrüßt. Nach Ewigkeiten warten, konnten wir endlich um 3 Uhr nachts (Las Vegas Uhrzeit) losfliegen und landeten um 19.00 Uhr nach Englischer
Uhrzeit in London. Mein Flug nach Hannover wäre um 16 Uhr gegangen. Von dort aus ging es nun in ein Hotel, leider bekamen Romy und ich getrennte Hotels, sodass wir uns beim Shuttle suchen verloren und uns nicht wiedersehen konnten. Heute Morgen ging es völlig erschöpft und mit Jetlag zum Terminal und nun warte ich seit zwei Stunden am Flughafen, mein Flug geht um 16.05 Uhr und ich hoffe einfach nur noch, dass ich in Hannover ankomme und mein Gepäck nicht verloren geht. Nach drei Tagen Heimweg, freue ich mich einfach nur noch auf ein Bett und aufs Ankommen. Ich bin froh, dass die schlimmste Woche meines Lebens morgen vorbei ist. Es ist so viel schief gegangen. Viele andere Internationals sind derzeit auch auf dem Weg nachhause. Sich von jetzt auf gleich zu verabschieden und getrennte Wege zu gehen und all seine Pläne, die man in den US hatte wegzuwerfen ist einfach nur erschöpfend und unglaublich traurig.
Ich kann leider nichts Positives derzeit berichten, aber ich werde euch alle weiterhin auf dem Laufenden halten, wie es mit den online Kursen weitergeht. Heute Morgen kam nämlich dann die E-Mail, dass alle Kurse in diesem Semester online beendet werden, sodass ich von Deutschland aus nun mein Semester beenden kann. So habe ich mir das alles nicht vorgestellt. Aber ich hatte immerhin 2 1/2 wunderschöne Monate, von denen ich euch noch weiterhin berichten werde. Genauso werde ich erzählen, wie es in Deutschland ist die Kurse virtuell zu beenden. Einen Kurs zum Beispiel habe ich nun ab nächster Woche jeden Dienstag von 0.00-2.30 Uhr nachts. Das wird definitiv eine neue Erfahrung für mich.

          

                      


up

28.02.2020: Skiing in 9000 ft. 


Heute ist der Tag an dem es endlich auf die Piste geht! Veerle und ich haben ein Beginnerkurs Angebot gebucht, obwohl ich schon mal n Kurs gemacht hatte. Der Preis war jedoch unschlagbar und ich dachte, dass ich die Basics definitiv nochmal lernen kann. Es ging los nach downtown und von da aus wollten wir mit dem Shuttle hoch in die Berge. Leider fährt der Shuttle nur am Wochenende und morgen zum letzten Mal. Super. Wir riefen uns ein Lyft und fuhren mit dem Auto den Berg hoch durch den Wald mit atemberaubender Landschaft. Flagstaff ist wunderschön und ich freue mich jeden Tag die Möglichkeit zu haben hier zu studieren. Alleine, dass wir so viele
Internationals sind und man unglaublich einfach an die schönsten Orte in den USA reisen kann, ist ein Riesen Bonus. Und jetzt noch das Ski fahren mit dieser Aussicht. Ich kam schnell wieder rein ins Ski fahren und konnte nach der Beginner Basic Stunde alleine den Lift hochfahren. Kleinere Lifts hier sind überhaupt nicht gesichert, was mich ein wenig schockiert hat, da man trotzdem in 6 Metern Höhe ist
und sich bei einem Fall definitiv verletzen kann. Ansonsten ist der Snowbowl ein Geheimtipp für Skier. Es ist ein kleines Skigebiet, aber alleine für die Aussicht auf den Wald und die anderen Berge lohnt es sich und der Schnee ist super glatt und ohne Hügel.
Nach dem Ski fahren saßen wir noch im Restaurant, welches kurz vorm schließen war, sodass wir übrig gebliebenes Essen umsonst bekamen. Ich finde die Idee unglaublich gut, dass man Essen verschenkt, anstatt es wegzuschmeißen. In Deutschland gibt es mittlerweile Apps, um Lebensmittelverschwendung vorzubeugen. Trotzdem gibt es immer noch viele Geschäfte, die Berge an Lebensmitteln pro Tag wegwerfen. Allgemein gibt es auch mehr Verpackungsmüll in den USA. Jede Kleinigkeit ist in Plastik umhüllt. Wir haben bisher noch kein einziges Mal Plastiktüten für den Müll gekauft, da wir einfach die Tüten von den Supermärkten nehmen, die man immer umsonst bekommt. Ich schweife ab. Nach dem Essen bestellen wir uns ein Lyft nachhause, jedoch ist keins in der Nähe,
sodass wir nicht nachhause kommen. Ich frage unseren Skilehrer nach Hilfe, der zufällig noch da ist und er bringt uns komplett nachhause. Wir waren unglaublich dankbar, dass wir irgendwie nachhause gekommen sind, sodass wir keine Sekunde darüber nachdachten, ob es sicher ist bei einem Fremden ins Auto zu steigen. Wobei wir ja sonst auch zu Uber Fahrern ins Auto steigen. Zu Fuß wären es nach Downtown Flagstaff 22 Kilometer gewesen, die man nicht mal eben so laufen kann.
Wieder zuhause war ich unglaublich erschöpft, sodass ich mir eine Auszeit gönnte und einfach nur eine Serie guckte. Am Samstag geht es nämlich auch um 6.30 Uhr raus, denn es steht ein Ausflug zum Grand Canyon an. Zusätzlich müssen abends Hausaufgaben erledigt werden. Samstagabends Hausaufgaben machen gehört manchmal zu der Auslandserfahrung dazu, vor Allem wenn man viel Reisen, aber trotzdem gute Noten haben möchte. Es stehen nämlich Midterms an. Kaum zu glauben, dass ein halbes Semester um ist. Bisher kann ich sagen, dass ich die Zeit so gut es geht nutze. Alle meine kommenden Wochenenden sind verplant und ich freue mich auf alles was noch kommt und bin dankbar für alles, was ich bereits sehen und erleben konnte.

  image2 (1)        image5 (1)

                      


up

19.02.2020


Heute ist der 19.02.2020! Ich werde 23 Jahre alt, dafür dass ich mich in den freshman Seminaren schon alt gefühlt habe (die meisten die im ersten Jahr sind sind 18), fühle ich mich jetzt natürlich noch älter. Der Unialltag mit circa 150 Seiten pro Woche lesen, mehreren Quizzen und Assignments ist derzeit wirklich stressig und ich überlege, ob es nicht doch schlauer gewesen wäre nur 12 statt 15 credits zu besuchen.
Dieses Wochenende war Valentinstag super riesig und wir haben mit dem International Office gemeinsam Karten gebastelt und abends ging es mit Freundinnen italienisch essen bei Olive Garden, was sehr nah am Campus ist und unglaublich lecker und
anschließend zum Cabaret, wo vorher Fragen zum Thema Sex, sexuelle Identität, geschlechtliche Identität, etc gestellt worden sind. Uns erwarteten danach wunderschöne Choreos am Silk, Hoop, Trapez und der Pole. Ich war begeistert und die
anderen ebenso. Allgemein was Sex Education hier angeht, habe ich bereits Geschichten gehört, die mich erschrocken haben. Bei einem Spieleabend mit Freunden, hat eine Amerikanerin erzählt, dass sie in der Schule eine Rose in die Hand bekommen hat und von dieser sollten die Schülerinnen die Blätter ausreißen. Anschließend sagte der Lehrer: So eine Rose möchte kein Mann mehr haben, genauso ist das, wenn ihr zu oft Sex habt. Abstinenz wird in vielen High Schools als Sex Education angesehen, sodass viele Jugendliche nicht richtig aufgeklärt sind. Das darf und kann man natürlich nicht verallgemeinern, aber es ist trotzdem ein Beispiel für einen kulturellen Unterschied.

Am Samstag ging es mit zwei Freundinnen das erste Mal Frühstücken in Downtown und anschließend durch die Stadt Bummeln. Es gibt super coole, alternative Geschäfte und Thrift Shops in Flagstaff und man erkennt sofort, dass man in einer Studentenstadt
ist.

Anfang Februar besuchten wir Las Vegas an einem Wochenende und es war einfach eine Erfahrung fürs Leben am Strip zu sein, wo unglaublich viele Filme gedreht wurden. Und es ist einfach genauso faszinierend wie in den Filmen. Mit dem FlixBus kommt man
für $5 nach Las Vegas und es lohnt sich wirklich ein Wochenende dort zu verbringen, wenn man an der NAU studiert.  Vorletztes Wochenende ging es zu einem NBA Spiel nach Phoenix. Es war spannend und hat viel Spaß gemacht zu beobachten, aber American Football finde ich doch ein wenig interessanter. Basketball ist ein sehr schnelles Spiel, wenn man zwei Minuten am Handy ist, kann man das halbe Spiel verpassen. Allein die Atmosphäre bei so einem Spiel muss man mal erlebt haben. Ich hoffe, dass ich noch einmal die Zeit habe ein Spiel zu sehen.

      

               image1   image3(1)  image6  image7


up

05.02.2020: Die Balance zwischen Vegas und Uni


Ein Monat lebe ich nun in den USA und ich kann sagen, dass ich mich wirklich gut eingelebt habe. Ich gehe gerne in die Kurse und habe das Gefühl, dass ich hier mehr Themen fürs Leben mitnehme als in den Seminaren in Deutschland. Qualitativ ist es
wirklich nicht schwer, es ist nur quantitativ unglaublich viel zu tun, sodass ich Probleme habe, alles unter einen Hut zu bringen. Die Balance zwischen Vollzeitstudentin und Weltenbummlerin muss ich definitiv noch verbessern.
Man muss unglaublich viel lesen, Texte zusammenfassen, Quizze beantworten, Tagebuch oder Blog schreiben, malen, und und und. 15 credits waren eventuell doch ein Kurs zu viel für mich, aber droppen will ich auch keinen, da ich alle interessant finde. Nachdem ich das meiste für die Uni fertig hatte, ging es dieses Wochenende mit dem FlixBus für $5 pro Fahrt nach Las Vegas! Wir hatten ein unglaublich günstiges aber empfehlenswertes Hotel in der Nähe vom Strip und wir waren begeistert vom Strip. Die Hotels sind unglaublich schön, in einem sieht es von innen aus wie in Venedig, in einem anderen (Bellagio) ist eine wunderschöne Glasdecke. Die Wassershow und parallel die Lichtshow vom Fake Eiffelturm sind einfach atemberaubend. Wir genossen das Wochenende in vollen Zügen und ich konnte am Samstag Abend (umsonst) Martin Garrix live sehen, was definitiv eins meiner absoluten Highlights
war.

Anders ist in den USA beim Feiern ist, dass Männer für den gleichen Abend $50 zahlen mussten, hohe Schuhe bei Frauen empfohlen waren, da sie so attraktiver aussehen und Nike’s nicht in Clubs getragen werden dürfen, sodass Yannick und ich noch neue
Schuhe kaufen mussten. Rein subjektiv und aus meiner persönlichen Erfahrung, habe ich das Gefühl, dass Sexismus hier auffälliger ist als in Deutschland. Das bemerke ich auch in meinem Kurs: Race, Gender and Media, wo wir viel über die Darstellung
der Frau in Medien sprechen. Am Sonntag ging es zurück nach Flagstaff und wir schauten im International Pavillon mit Pizza und Snacks den Super Bowl. Leider verloren die 49ers gegen die Chiefs, sodass ich ein wenig enttäuscht war, aber es war trotzdem ein unglaublich gutes und spannendes Spiel und ich habe mich gefreut so ein Event live in den USA miterleben zu können.
Nachdem ich am Montag bemerkte, dass ich nun genau ein Monat in den USA bin, überkam mich ein wenig das Heimweh, sodass ich zuhause anrief. Es ist ein Gefühl der Hilflosigkeit, da man nicht mal eben nachhause kann, um seine Liebsten zu umarmen,
ein Mettbrötchen zu essen oder einfach bei der Lieblingsdöner Bude um die Ecke gehen kann, um sich einen Döner mit „allem außer scharfe Soße“ zu bestellen. Dafür kann ich hier Reeses, M&M Peanut Butter und Pancakes in Massen essen und meine Freunde
hier umarmen. Ich lerne hier immer mehr, dass man auch wenn man mal Heimweh hat, sich immer auf das Positive fokussieren sollte. Nach einem Monat kann ich sagen, dass ich Freunde gefunden habe, die mich unterstützen und für mich da sind. Wir bauen uns gegenseitig auf und erleben Dinge miteinander, die unglaublich und unvergesslich sind. Ich freue mich definitiv auf die weitere Zeit, Heimweh gehört zu der Erfahrung dazu und man wird nur stärker davon. Es sollte einen auf keinen Fall abhalten ein Auslandssemester in Erwägung zu ziehen.

Traveling the world enriches your personality.

    image4  image5  image0

      


up

19.01.2020: Cathedral Rock Trail in Sedona


image2Der Tag fängt mal wieder früh an. Um 9.00 stehen Veerle und ich auf, da wir um 10 Uhr von Yannick abgeholt werden. Es geht los in Richtung Tankstelle und Autovermietung, da wir dieses Mal mit der ganzen Gruppe (zu 8) nach Sedona fahren und die anderen ein neues Auto abholen müssen. Wir kaufen noch schnell ein paar Snacks, tanken unglaublich günstig (hier bezahlt man $2.65 für 1 Gallone was 3,785 Liter entspricht) und dann geht es los auf den Highway. Nach einer einstündigen Fahrt mit Singen, Bildern machen und quatschen, kommen wir glücklich am Cathedral Rock in Sedona an ... und finden dann keinen Parkplatz. Es gibt leider nur einen
kleinen Parkplatz sodass wir umdrehen mussten und erst weiter entfernt an einer Kirche einen Parkplatz fanden, wo wir gegen eine Spende parken durften und dann 15 Minuten laufen mussten, was für uns aber nicht schlimm war, da wir eine schöne Aussicht auf die Rocks hatten. Als wir bei der anderen Gruppe ankamen, die mehr Glück mit einem Parkplatz hatten, ging es direkt los. Erstmal war der Hike ein wenig flach und dann ging es rasant schnell bergauf. Es war viel mehr einfaches Rock climbing anstatt hiken, aber es hat uns allen, nachdem wir die ersten Hürden gemeistert haben, unglaublich viel Spaß gemacht und die Landschaft war atemberaubend schön. Diese Wunder der Natur kann man mit nichts aus dem Ruhrgebiet vergleichen und es bereichert einen sehr die Welt zu erkunden. Die Aussicht werde ich noch lange in Erinnerung behalten. Am Ende das Trails wurden wir mit einer noch schöneren Landschaft belohnt und wir schossen gefühlt 10000 „instaworthy“ Fotos. Nachdem wir eine kurze Pause hatten, ging es auf den Rückweg. Bergab war es dann doch wesentlich einfacher und schneller als wir alle dachten, sodass wir nach einer kurzen Zeit wieder unten waren. Von dort aus ging es für Veerle, Miriam und mich zurück, da wir das Auto abgeben mussten und anschließend machten Veerle und ich uns auf den Weg in eine Sports Bar zu anderen Internationals um NFL zu gucken. Das Lieblingsteam meines Freundes, die 49ers gewannen das Spiel, sodass ich mich unglaublich darüber freute und es kaum erwarten kann den Super Bowl in den USA am 2. Februar zu erleben. Am liebsten wäre ich dann in Miami, aber die günstigsten Tickets für den Super Bowl liegen derzeit bei $5.400 und die habe ich leider als Studentin (vor allem als Erziehungswissenschaftlerin) nicht übrig. Das war bisher einer der unvergesslichsten Tage für mich in den USA und ich kann es kaum erwarten noch viele weitere Wanderungen zu machen und einzigartige Landschaften zu entdecken.

image1  image3


        

       


up

18.01.2020: Roadtrip to Phoenix


Um 9.00 klingelt der Wecker, um 9.30 Uhr stehen meine Mitbewohnerin und ich auf und wir machen uns gemeinsam fertig, um um 10.30 Uhr mit einem Lyft zum Mietwagenverleih zu fahren, wo wir ein Auto reserviert hatten. Für Timo, Yannick, Veerle und mich geht es heute nach Phoenix. Beim Mietwagenverleih reichte unser ganz einfache europäische Führerschein (Tipp: keinen Internationalen beantragen - spart euch das Geld) und schon ging die Reise los. $200 Kaution und $50 haben wir insgesamt bezahlt. Dafür, dass wir das Auto bis Sonntag 18 Uhr behalten dürfen, ist das unglaublich günstig und wir planen sofort am nächsten Tag nach Sedona zu fahren, um
dort zu wandern. Der erste unsichere Fahrversuch in unserem kleinen (verglichen zu den amerikanischen wagen) Kia, ging zum Supermarkt gegenüber. Da ich auch zuhause ab und an mit einem Automatikwagen fahre, musste ich mich immerhin nicht noch daran
gewöhnen. Die Straßen sind so viel breiter, was es anfangs ein wenig unübersichtlicher macht, aber man merkt schnell, wie entspannt es ist in den USA Auto zu fahren. Schnell fange ich an die Fahrt zu genießen, da ich gerne Auto fahre.
Nach nur 50 km ist man raus aus dem verschneiten, kalten Flagstaff und es wird abrupt wärmer und trockener draußen. Als erstes halte ich nach 70km auf einer wunderschönen Raststätte mit einer Aussicht, die so unrealistisch für uns ist, dass wir es nicht fassen können. Rote Steinberge und eine Wüstenlandschaft, die wie auf einem Hintergrundbild am Laptop aussieht. Außerdem werden wir von einem Schild begrüßt, dass in diesem Gebiet Schlangen und Skorpione sein können, was für uns auch ein völlig neues Schild ist und wir diskutieren darüber, was man tun sollte, wenn man eine Klapperschlange vor sich hat. Nach einer kurzen Pause, einem FaceTime Anruf
nach Deutschland und vielen Bildern, geht es weiter auf unserem Roadtrip. Auch wenn wir uns erst seit einer kurzen Zeit kennen, machen wir gemeinsames carpool Karaoke zu ABBA, High School Musical und vielen weiteren Songs und reden über alles mögliche. An der nächsten Raststätte erwartet uns eine völlig andere Aussicht, die uns ebenso umhaut wie die vorherige. Wir genießen die Wärme und die Wüste, bis es weitergeht und wir endlich Kakteen in der Wüste entdecken, die größer sind als wir.
Ich realisiere das erste Mal, dass ich wirklich in den USA bin und nun hier für ein paar Monate bleiben werde. In Phoenix angekommen, geht es zuerst nach Downtown und das erste was wir sehen ist die Arizona State University. Von da aus machten wir eine kurze Pause bei Starbucks, liefen durch die Gegend und aßen später mexikanisch, was man auf jeden Fall so nah an der Grenze zu Mexiko tun sollte, wenn man in den USA ist. In Phoenix Downtown ist es sehr ruhig für einen Samstag und allgemein ist die Stadt bisher noch nicht so spannend, aber das mexikanische Essen ist unglaublich lecker. Vom Restaurant geht es mit dem Auto weiter nach Scottsdale zu einer riesigen Mall und wir shoppen ein wenig. Auf dem Weg nachhause ist alles um uns herum dunkel und es ist leider von der schönen Landschaft nichts mehr zu sehen, aber es ist trotzdem unglaublich entspannt auf dem Highway zu fahren, da man nur zwei bis drei
weitere Autos auf der Straße hat. Zuhause entspannten Veerle und ich noch ein wenig auf der Couch und guckten uns gemeinsam die Bilder unseres Ausflugs an.

image1   image2

image3 (1)        image5 (1)

       


up

22.01.2020: Welcome to Flagstaff


Ich bin nervös und steige in Newark ins Flugzeug nach Phoenix. Im Flugzeug habe ich weder Entertainment noch Platz und ich habe viele unnötige Gedanken im Kopf. Was wenn irgendwas schief geht oder ich nicht in Flagstaff ankomme, da ich den Shuttle nicht finde. Irgendwann schlief ich dann ein. Kurz vor Phoenix sehe ich die Wüste von oben und die Sonne. In Phoenix angekommen, werde ich ein wenig ängstlich und mache einen Anruf nach Deutschland, um mich nicht auf mich allein gestellt zu fühlen. Ich warte 1 ½ Stunden auf mein Shuttle. Es sind 22 Grad in Phoenix und ich werde am Abend in Flagstaff von 4 Grad empfangen. So einen Unterschied nur zweieinhalb Stunden mit dem Auto entfernt ist ungewohnt. Liegt aber an den 2000 Metern, die es bergauf geht. Im Shuttle setze ich mich neben Sophie und wir verstehen uns auf Anhieb miteinander. Sie ist aus Australien und wir unterhalten und 2 Stunden lang. In Flagstaff angekommen laufen wir zu viert Richtung International House. Der Campus ist nicht mit dem von Dortmund zu vergleichen, auch wenn es hier ebenso in Nord- und Südcampus aufgeteilt ist. Es ist viel mehr wie eine kleine Stadt aufgebaut und man wohnt direkt neben Campusgebäuden. Das Apartment teile ich mir mit Veerle. Sie ist aus den Niederlanden. Mit ihr schlafe ich auch in einem Zimmer, was anfangs ein wenig ungewohnt war, aber ich gewöhnte mich schnell daran. Unser Einzelzimmer nebenan ist frei, jedoch ist die Tür abgeschlossen und wir müssten mehr zahlen, wenn wir dieses Zimmer mitnutzen wollen. Somit leben wir nur zu zweit, aber trotzdem im shared-room. Sofort am ersten Abend gab es im International Pavillon Pizza für uns und wir dekorierten unser Zimmer. Außerdem mussten wir uns im Laufe der Zeit erstmal komplett einrichten, da die Wohnung leer war. Kein Teller, keine Schüsseln, keine Töpfe, nichts.

Mittwoch (8.01) begann offiziell die Orientation Week und wir wurden sofort mit Namen und wichtigen Informationen überflutet. Es hat super viel Spaß gemacht so viele neue Leute kennenzulernen und man findet sofort Anschluss, da sich jeder in der gleichen Situation befindet. Untereinander verstehen sich bisher alle ganz gut und ich freue mich darüber eine Gruppe gefunden zu haben, mit der ich fast jeden Abend gemeinsam koche und was unternehme, egal ob es Sport ist, bei einem Basketball Spiel zuschauen oder gemeinsames Filmegucken. Die Auswahl an Sport ist enorm an der Northern Arizona University und alles ist mit einer verpflichtenden Athletic Fee abgedeckt. Somit konnte ich bereits meine Bahnen im, unglaublich modernen und neuen, Schwimmbad ziehen, das erste Mal Tennis spielen, einen Hiphop Kurs besuchen und auch einen Dance Variety Kurs, in dem wir eine Jazz Choreografie erlernten. Ich kann wirklich nur empfehlen das Sportangebot der NAU zu nutzen, da es unglaublich viel Spaß macht mit seinen neuen Freunden die Kurse zu besuchen. Am ersten Sonntag (12.01) machten wir mit ein paar Internationals einen 6,8 Km Hike zum Flagstaff Snowpark durch den Schnee und konnten dabei unglaublich schöne, eingeschneite Landschaften sehen. Im Snowpark aßen wir gemeinsam S’mores, die wir uns über einem Lagerfeuer selbst zubereiteten. Es war ein schöner Ausflug, der mir zeigte, dass ich in diesem Semester noch viel häufiger wandern möchte. Somit entschloss ich mich dazu dem NAU Hiking Club beizutreten und auch dem NAU Climbing Club. Ich hoffe, dass ich trotz der vielen Abgaben für die Uni genug Freizeit dafür haben werde.

Unibeginn war für mich erst am Dienstag (14.01), da ich meinen Kursplan so gewählt habe, dass ich zwar 15 Credits habe (12 braucht man auf jeden Fall), aber ich nur von Dienstag bis Donnerstag Kurse habe. Zwei Kurse habe ich zweimal die Woche und drei Kurse nur einmal die Woche, was für die Kurse an dieser Uni nicht so gewöhnlich ist, da viele dreimal wöchentlich stattfinden. Meine Kurse sind: Race, Gender and Media, Your Story, Connecting Across Cultures, Mass Communication and Human Behavior und Art Appreciation. In den Kursen muss ich wöchentlich Abgaben machen, die mit in die Note eingehen. Es ist alles ein wenig mehr, wie in der Schule, wo man wöchentlich Hausaufgaben aufbekommt. In meinem Kunstkurs muss ich beispielsweise jede Woche ein Bild mit Wasserfarbe malen und Notizen zur Vorlesung machen. Als Mid-Final und auch als Final wird ein doppelseitiges gemaltes Bild erwartet. Zusätzlich muss ich das zum Kurs dazugehörige Buch lesen und 4 Tests zum Inhalt des Buches machen, um diesen Kurs zu bestehen. Das klingt jetzt erstmal nicht wirklich nach Studieren, aber ich werde in den kommenden Wochen berichten, wie anspruchsvoll es hier wirklich ist und ob diese völlig andere Art von Lernen mir mehr beibringt, als das häufig verwendete, nur allzu bekannte „Bulimie lernen“ in Deutschland.

Die Bücher für die Seminare sind recht teuer, sodass ich empfehlen kann, diese im Bookstore für das gesamte Semester auszuleihen oder gebraucht bei Amazon zu ergattern. Insgesamt brauche ich zum Glück nur drei Bücher, sodass ich mit circa $200 davonkomme. Allgemein ist vieles hier manchmal sehr teuer, aber manchmal auch sehr günstig. So kann es vorkommen, dass man bei Sprouts (ein Supermarkt ähnlich wie Rewe) zwei Avocados für $1 bekommt, aber es kann auch passieren, dass man $10 für eine ganz normale Haarspülung bei Target (vergleichbar zu Kaufland, real) bezahlt, die in Deutschland 2€ kosten würde.

Am Wochenende geht es für mich mit einem Mietwagen das erste Mal nach Phoenix und wir haben am Montag einen Feiertag, da Martin Luther King Day ist. Einen Feiertag, den ich überhaupt nicht kannte und ich bin gespannt auf das, was mich erwartet. Man erlebt so viel Neues, sodass ich mich nach zwei Wochen USA schon so fühle, als würde ich schon viel länger hier leben. Ich kann allen zukünftigen Outgoings bisher empfehlen, jede Chance zu nutzen, um Neues kennenzulernen und zu entdecken, aber sich auch ab und an die Zeit für sich zu nehmen, um all die Eindrücke zu verarbeiten und gegebenenfalls auch mit Freunden und Familie aus Deutschland zu teilen. So profitiert man nicht nur selber von seinen Erfahrungen, die man während des Auslandssemesters macht.

    

    image0  image1

image2  image4

image5  image7

image8

     


up

08.01.2020: The Adventure begins - New York


Von jetzt auf gleich geht das Abenteuer Auslandssemester nach so langem Warten los. Weihnachten, Silvester, Neujahr: auf einmal ging die Zeit ganz schnell um und das Packen beginnt. Koffer packen fiel mir nicht schwer, aber das wieder Aussortieren, da man sonst über die 20 Kilo kommt, schon.


Sarah, eine Kommilitonin, die nach North Carolina zum Studieren geht, und ich werden am 3.01 zum Flughafen nach Amsterdam gebracht. Ich verabschiede mich von meinen Eltern und los geht die große Reise. Der Check-In, der Security Check und das Boarding verlaufen reibungslos. 8 Stunden Flug nach New York gehen schnell um, auch wenn wir müde und erschöpft sind. Nach dem wir von dem One World Trade Center, dem 9/11 Memorial und dem Occulus mit schweren Koffern begrüßt wurden, gab es, nach dem
Check-in im Hotel, italienische Pizza. Im Restaurant waren wir beide verwirrt, da das Zahlen ein wenig anders als in Deutschland abläuft. Man bezahlt meistens zuerst und schreibt dann auf wie viel Trinkgeld man geben möchte. Manchmal wird aber auch
das Trinkgeld sofort mit drauf berechnet und manchmal kann man über ein iPad angeben wie viel Trinkgeld man bezahlen will. Jedes Mal wenn wir Essen gehen lief es anders ab und wir sind jedes Mal aufs Neue verunsichert, ob wir alles richtig machen. Aber
das wird sich im Laufe der Zeit hoffentlich einpendeln. Völlig erschöpft planen wir nach der Pizza den nächsten Tag und freuen uns auf alles was wir erleben werden. Trotzdem erscheint es uns unrealistisch Deutschland nun für 5 Monate nicht zu sehen.


New York - die Stadt die niemals schläft hat diesen Namen sowas von verdient. Überall ist es hell, die Stadt ist laut und eizüberflutend. Und trotzdem hat sie etwas wunderschönes und atemberaubendes. Bereits bei einem Urlaub im September 2016
war ich von der Stadt begeistert.  Der Times Square sieht bei Tag und auch bei Nacht bunt und hell aus und man wird nur so von Eindrücken überflutet. Allgemein sieht New York bei Tag und bei Nacht wunderschön aus. Beides hat etwas einzigartiges. In Richtung Empire State Building liefen wir an der NY public library vorbei, die mich an Hogwarts erinnerte und etwas magisches an sich hatte. Da kann sich die TU Dortmund Bib gerne etwas von abgucken. Wobei ich nicht Lernen könnte, wenn ich ständig von Touristen fotografiert werden würde.


Das Flatiron Building wird leider renoviert, sodass es derzeit eher einer Baustelle ähnelt, jedoch war es trotzdem einen Besuch wert.
Eines unserer Highlights war die Staten Island Ferry mit der man umsonst von Manhattan zur Staten Island kommt und dabei alles sieht, was New York zu bieten hat. Wir fuhren einmal tagsüber und einmal nachts. Diese Aussicht werden wir nie wieder vergessen.


Samstagabend ging es mit Football auf dem Hotelzimmer weiter. Im Moment sind Playoffs und durch meinen Freund bin ich bereits vor den USA mit der NFL in Kontakt gekommen. Nach jedem Spiel versteht man ein wenig mehr und ich freue mich, dass ich
beim Superbowl im Februar in den USA bin. Sonntag ging es nicht über die Brooklyn Bridge, da eine Solidaritäts Demo gegen Hass
aufgrund der aktuellen Reibungen zwischen der USA und dem Iran stattfand. Dafür konnten wir Montag in Ruhe über die Brücke laufen und die Aussicht genießen. Vom Rockefeller Center schauten wir den Sonnenuntergang über New York an. Leider kostet das ganze pro Person 46€, was wirklich nicht gerade günstig ist, aber da wir sonst bis auf Essen, was wirklich teuer in New York ist, noch nichts ausgegeben hatten war es in Ordnung und diese Aussicht muss man gesehen haben. Am Montag, den letzten Tag in New York, fanden wir heraus, dass es unglaublich günstig ist bei Dunkin Donuts zu frühstücken, sodass wir dies sofort in Angriff nahmen. Besonders lecker sind Croissants mit Ei und Käse (und Bacon) belegt. Nach dem Frühstück ging es zum One World Trade Center. Die 9/11 Memorials sind bewegend und bedrückend. Die Denkmäler verdeutlichen, wie dort alles eingestürzt ist. Trotzdem fällt es schwer sich vorzustellen, dass dort einmal Hochhäuser standen.

In der Nähe vom Memorial und dem World Trade Center gibt es wunderschöne bemalte Wände, was die Diversität, Toleranz und Vielfalt der Stadt untermalt. Ein weiteres Highlight unseres Städtetrips war die Grand Central Hall, die so prächtig und schön wie in vielen Filmen ist. Nicht zu vergleichen mit dem Dortmunder Hauptbahnhof.

Das Vessel und der High Line Park ist der krönende Abschluss unserer Reise nach New York und ist ein Must-See. Der High Line Park ist ein Park mitten in der Stadt zwischen den Gebäuden, wo früher Bahngleise waren. Man kommt nach dem ganzen Trubel,
der in Manhattan war, runter und genießt den Park und die Aussicht.

Als Souvenirs gab es für uns beide NYPD Hoodies, da Sarah und ich die Serie Brooklyn 9/9 unglaublich feiern. Die Zeit in New York ging unglaublich schnell vorbei und trotzdem war es eine der schönsten Reisen meines Lebens. Sarah und ich kannten uns vorher noch nicht so gut, aber es war mit ihr als würde ich sie schon seit Ewigkeiten kennen. Für uns beide war es beruhigend nicht alleine in die USA fliegen zu müssen und es war gut gemeinsam in den American Lifestyle hereinzufinden. Ein wichtiges Erkenntnis bisher
war, dass das Leitungswasser in New York zwar trinkbar ist, aber nur wenn man nicht dran riecht, da es sonst zu stark nach Schwimmbad riecht.

Wir konnten uns zu zweit erstmal in den USA sammeln und nun geht es für uns beide getrennt weiter zu unseren eigenen Abenteuern. 6 Stunden Flug nach Phoenix und anschließend 3 Stunden Shuttle nach Flagstaff. NAU - here I come!

An dieser Stelle Danke Sarah für die letzten Tage! :)

 image0   image2

  image3   image6


up

Goodbye City - Hello Mountains!


Hi! Ich bin Lydia und ich werde euch in diesem Semester von meinem Auslandsaufenthalt in 2.106 Metern Höhe berichten. In Flagstaff werde ich an die Northern Arizona University (NAU) gehen und einen Winter mit viel Ski fahren und Studieren verbringen. Da ich als Stadtkind in Dortmund aufgewachsen bin, kann ich es kaum erwarten in einem Ort wie Flagstaff zu leben, welcher wunderschöne Landschaften und alle 4 Jahreszeiten zu bieten hat.

Seit einer dreiwöchigen Reise in die USA, möchte ich einen tiefergehenden Einblick über das alltägliche Leben in diesem Land erhalten, welches mir nun durch mein Auslandssemester an der NAU ermöglicht wird.

Ich freue mich darauf die USA in ihrer Vielfältigkeit kennenzulernen und zu erkunden, und diese Erfahrungen mit euch zu teilen.


up


Nebeninhalt

Kontakt

Laura Hope
Tel.: 0231 755-4728

 

Links