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Sabrina an der University of Newcastle

 

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Sabrina

Studiengang: Kultur- und Sprachwissenschaften

Gastuniversität: University of Newcastle

Austauschprogramm: Bilateraler Austausch

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Australien

06.05.2020: Kunst und Kultur


Outback, Regenwälder, Koalas, giftige Tiere, Surfen...all das fällt einem direkt ein wenn man an Australien denkt. Mit Kunst und Kultur würde man das Land vielleicht nicht direkt in Verbindung bringen, höchstens in Bezug auf das berühmte Opernhaus in Sydney. Aber Australien hat neben wunderschöner Natur auch viel Kultur zu bieten – so auch die Industriestadt Newcastle.

Im März hat das historische Civic Theatre bereits seinen 90.Geburtstag gefeiert. Nicht weit entfernt findet man auch das Newcastle Museum und die Art Gallery. Wie die meisten Museen in Australien haben auch das Museum und die Art Gallery in den meisten Ausstellungen freien Eintritt. Wer sich den Museumsbesuch lieber für die kühlen Wintertage aufheben möchte, kann Kunst im Sommer auch draußen bestaunen, denn in Newcastle verstecken sich einige Kunstwerke der Straßenmalerei.

Für wen das noch nicht genug ist, bietet sich ein Wochenendtrip nach Melbourne an. Die Stadt war mein erstes Zuhause als Au-Pair und ich habe mich auf Anhieb verliebt. Die Großstadt im Bundesstaat Victoria ist besonders für die viele Straßenkunst in den niedlichen, schmalen Gassen bekannt und auch für die vielen Straßenmusiker.

Beim Thema Kultur darf man auf keinen Fall die Kultur der Ureinwohner vergessen. Deren Kultur reicht natürlich viel weiter zurück, als die rund 250 Jahre, die sich Australien nun auf der Weltkarte der Entdecker befindet. Überall in Australien kann man zum Beispiel in Museen viel über die Kultur und vor allem auch die Kunst der Aboriginals erfahren. Das Wollotuka Institute for Aboriginal Studies auf dem Callaghan Campus der Uni Newcastle zu besuchen, ist da schon einmal ein guter Anfang. Dort kann man nicht nur Malereien bestaunen, sondern auch direkt die lehrenden Aboriginals für einen kulturellen Austausch antreffen.


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22.04.2020: Zurück auf den Campus träumen


In dieser Woche startet an der TU wieder die Vorlesungszeit – online... Während ich so vor meinem Laptop sitze und darauf warte bis es Zeit ist, sich in die nächste Videokonferenz einzuwählen, denke ich an meine letzten Campusbesuche zurück. Gerade ein mal fünf Wochen ist es her, dass ich zum letzten Mal meine Kurse an der Uni Newcastle besucht habe. Obwohl ich leider nur vier Wochen die Erfahrungen auf dem Campus machen konnte, kann ich über diese Zeit doch noch ein bisschen erzählen.

In den ersten Wochen war ich sehr überrascht, wie entspannt doch der Unialltag war. Nicht nur durch die relaxte Art der Australier, sondern auch dadurch, dass ich nicht so viele Uniaufgaben wie erwartet hatte. Viele Kommiliton*innen die bereits in Australien oder anderswo ihr Auslandssemester absolviert hatten, erzählten mir immer wie viel Arbeit man an den ausländischen Unis im Vergleich zu Deutschland hat. Klar, die Abgaben von Essays oder anderen Aufgaben sind hier üblicherweise während der Vorlesungszeit und nicht am letzten Tag des Semesters wie in Deutschland. Das bedeutet mehr Arbeit während des Semesters, aber auch tatsächlich Freizeit in den Semesterferien. Eine Klausurenphase gibt es zwar auch, aber diese dauert nur ungefähr drei Wochen und betraf mich mit meinen Kursen nicht.

Mit vier Kursen à drei Stunden pro Woche hatte ich den „full work load“ für das Semester. Die Endnote ergibt sich aus verschiedenen Leistungen, die man während des Semesters erbringen muss. Zum Beispiel musste ich in einem Kurs ein zehnminütiges Referat halten und dazu eine kurze Ausarbeitung einreichen. Später im Semester wäre noch ein Gruppenreferat gekommen und zum Abschluss ein kurzer Essay, der sich mit dem Seminarthema (in diesem Fall der Erhalt von Sprachen der Aboriginals)  beschäftigt. Die Anforderungen sahen in den anderen drei Seminaren sehr ähnlich aus. Zwar gab es auch einige Texte, die jede Woche zu lesen waren, aber die Inhalte aller Kurse gefielen mir deutlich besser als in Deutschland. Neben dem Seminar über die Kultur und Sprache der Aboriginals hatte ich zum Beispiel auch einen Kurs über australisches Theater, in dem wir als Referat ein Theaterstück vermarkten sollten und die Gruppenaufgabe gewesen wäre eine Theaterszene zu inszenieren.

Dass mir das Unileben in Newcastle so viel besser gefiel als in Dortmund hängt aber bestimmt auch damit zusammen, dass ich viele Uniaufgaben bei 25 Grad und Sonne draußen auf einer Bank auf dem Busch-Campus, oder am Strand erledigen konnte...

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09.04.2020: Glück im Unglück


Nicht nur das Semester in Newcastle hatte ich mir anders vorgestellt, sondern auch die Rückreise. Mein ursprünglicher Rückflug in ein paar Monaten war nicht umbuchbar, da dieser mit Singapur Airlines ging und die Airline alle Flüge bis Ende April gecancelt hat. Also habe ich 800 Euro in die Hand genommen, um einen neuen Rückflug zu buchen. Der sollte am Montag, den 23.03. von Brisbane über Singapur (mit einer anderen Airline) und Dubai zurück nach Hause gehen. Ohnehin schon traurig genug kam ich am Schalter an um mein Gepäck einzuchecken, da sagten mir die Mitarbeiter sie können mich nicht ins Flugzeug lassen, weil Singapur soeben die Grenzen für alle Nicht-Staatsbürger geschlossen hat – auch nur für die Durchreise. Mit mir waren noch einige andere Europäer am Flughafen gestrandet – ohne Aussicht auf einen alternativen Flug in den nächsten Stunden oder Tagen. Mehrmals hielt ich die kommenden Tage telefonische Rücksprache mit der deutschen Botschaft, die mir sagte, dass sie eine Rückholaktion planen, es aber noch einige Tage dauern kann. Also: abwarten und Tee trinken.

Da ein Kind aus meiner ehemaligen Au Pair-Gastfamilie zur Risikogruppe gehört, war es ungünstig sich dort wieder einzunisten. Zurück nach Newcastle war auch keine Option, da die Stadt 800km entfernt ist. Bis zu meiner endgültigen Rückreise konnte ich aber zum Glück bei der Familie von einem Freund in der Nähe der Sunshine Coast einziehen. Sie wohnen umgeben von viel Natur, sodass ich trotz der schwierigen Lage doch noch ein paar schöne Tage verbringen konnte und sogar einen Koala und das ein oder andere Känguru entdeckt habe! Fast zwei Wochen musste ich noch bei der Familie wohnen und ich bin wirklich froh über die Gastfreundschaft und Offenheit die ich in der Zeit wieder erleben konnte. Bevor die Ausgangsbeschränkungen kamen hat mich die Mutter noch zu einem Lauftreff, zum Wochenendbier bei den Nachbarn und fast täglich mit zur Arbeit genommen damit ich nicht alleine bin und alle die ich traf haben sich nett mit mir unterhalten (mit Sicherheitsabstand natürlich) und fast jeder kannte über 10 Ecken Jemanden aus Deutschland oder hat deutsche Verwandte...

Am 4.April ging dann tatsächlich wirklich mein Flug zurück nach Deutschland. Für die Condor-Rückholflüge von Deutschland war ich nicht berechtigt, da ich weder hilfsbedürftig, noch minderjährig bin. Die Botschaft hatte uns „normalen“ Reisenden empfohlen mit Qatar Airways zu buchen, da dies Teil des Rückholprogramms ist, denn Qatar lässt Europäer noch durchreisen. Obwohl nur ein Flug mit der Airline an dem Tag ging dauerte der Check-In so lange, dass ich erst 45 Minuten vor Abflug Schalter ankam. Völlig panisch und angsterfüllt, dass ich es nicht mehr rechtzeitig schaffe, oder ich wegen meinen drei schweren Handgepäcksstücken gestoppt werde, hievte ich meinen 29 Kilo Koffer auf das Band und gab der Check-In Dame meinen Reisepass. Plötzlich fing sie an zu telefonieren und redete etwas von „Standby“...weitere Schweißperlen auf meiner Stirn: was ist jetzt los? Hat etwas mit meiner Buchung nicht funktioniert? Hab ich zu viel Gepäck? Nach ein paar Minuten legte sie auf und sagte mir sie hat mir ein Upgrade auf die Business Class gegeben. Habe ich das richtig verstanden? Keine Zeit nachzuhaken, schnell durch die Sicherheitskontrolle und in die Boarding Schlange. Im Flugzeug darf ich feststellen: ich habe mich nicht verhört, ich sitze tatsächlich in der Business Class mit viel Platz, einem Sitz den ich bis zum Bett ausfahren kann, einer kleinen Schiebetür zu meiner Kabine, 5-Sterne Essen und sogar einem Schlafanzug und Pantoffeln! Hatte ich Glück, weil ich fast die letzte am Check-In war? Wollen sie die Economy Class Reihen entzerren wegen Corona? Meinte es das Karma gut mit mir nach den aufwühlenden letzten Wochen? Ich weiß es nicht, ich hinterfrage es nicht, ich habe den Flug einfach genossen und bin den Umständen entsprechend froh, dass ich wieder gut angekommen bin – aber am meisten freuen sich natürlich meine Eltern.

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23.03.2020: Und der Traum ist vorbei


20200323_115107 Als ich in mein Semester gestartet bin, hatte ich es nicht für möglich gehalten, dass plötzlich eine Pandemie dazwischen funken wird. Deutlich später als in Europa, sind die Auswirkungen von Covid-19 jetzt aber auch hier in Australien angekommen. Zunächst wurde vor einer Woche festgelegt, dass alle Einreisende sich zwei Wochen isolieren müssen. Da waren meine Urlaubspläne mit meiner Familie, die mich in den Osterferien besuchen wollte, schon vorbei. Zwei Tage später besuchte ich schon zum letzten Mal meine Uni Kurse. Von einem Tag auf den anderen wurde festgelegt, dass ab sofort alle Kurse nur noch Online laufen werden für den Rest des Semesters und auch die Klausurenphase wurde um einen Monat nach hinten verlegt. Die Uni ist hier im Hinblick auf Digitalisierung schon so fortgeschritten, dass Online Kurse aber auch überhaupt kein Problem darstellen und sie die Umstellung tatsächlich über Nacht übernehmen konnten. Vorlesungen werden ohnehin immer aufgezeichnet, sodass man sie anschließend online anschauen kann und jetzt soll das gleiche mit den Seminaren passieren. Die meisten werden allerdings zu der regulären Seminarzeit stattfinden über eine Plattform, wo alle gleichzeitig an der Sitzung teilnehmen können. Für Referate gab es in einem Kurs die Idee, dass wir uns selbst filmen, wie wir das Referat halten und es dann anschließend auf Blackboard (wie unser Moodle) mit der Präsentation hochladen. Der Campus bleibt erstmal noch offen, aber das richtige Studentenleben ist damit sozusagen lahmgelegt. Wie geht es nun weiter? Was ist, wenn Ausgangssperren kommen? Was ist, wenn es noch schlimmer wird und ich in meinem kleinen WG Zimmer gefangen bin? Schweren Herzens habe ich mit meinen Betreuern vor Ort gesprochen und dann beschlossen das Semester abzubrechen. Eine Dozentin schrieb mir, dass ich den Kurs von Deutschland auch weiter machen könnte, sie würde mich unterstützen, dass ich nicht live das Seminar verfolgen muss. Aber ich denke nicht, dass das für alle Kurse möglich wäre und für mich ging es in diesem Semester ja auch um die Gesamterfahrung, direkt auf dem Campus mit anderen Studierenden in den Seminarräumen sitzen und nicht alleine vor dem Laptop. Da keiner weiß, wie die Situation sich jetzt weiter entwickelt, war es für mich klar, dass ich nun bei meiner Familie sein möchte. Mein letztes Wochenende habe ich jetzt noch mit meiner Gastfamilie an der Gold Coast verbracht und ich habe bei unserem Bootsausflug nach North und South Stradbroke Island noch Wallaby Kängurus entdeckt. Die süßen australischen Tiere werde ich auf jeden Fall vermissen (die Kakerlaken in meiner WG Küche nicht!). Heute hab ich dann zum Abschluss noch Brisbane erkundet mit dem kostenlosen City Hopper Boot und jetzt mache ich mich mit Tränen in den Augen auf den Weg zum Flughafen. Ich hoffe ich habe nächstes Jahr nochmal die Chance nach Newcastle zu gehen, denn die Lehre, die Uni und das ganze Leben dort  haben mir sehr gut gefallen. Jedem, der noch darüber nachdenkt ins Ausland zu gehen, kann ich nur ans Herz legen, nutzt eure Chance! Wenn die Pandemie unter Kontrolle ist, können wir alle hoffentlich wieder normale Uni Semester studieren und die Erfahrung das im Ausland zu tun, ist wirklich eine unglaublich schöne Lebenserfahrung die man nicht missen sollte!


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18.03.2020: P.Sherman, 42 Wallaby Way, Sydney



Letztes Wochenende ging es zum ersten Mal nach Sydney! Von Newcastle aus ist die größte Stadt Australiens „nur“ ungefähr 2 1/2 Stunden Fahrt entfernt. Der Ausflug war von der Uni organisiert für Internationale Studierende, aber auch nationale und Nicht-Studis durften mit. Das „University of Newcastle Exchange Student Network“ organisiert für Internationals einige Veranstaltungen und Ausflüge über das Semester, um Land und Leute besser kennenzulernen. Samstag war es also der Ausflug nach Sydney für eine Bootparty. Morgens ging es mit dem Bus vom Campus los und mittags gingen wir am Darling Harbour an Board für eine vierstündige Fahrt durch den Hafen, vorbei am berühmten Opernhaus und der Harbour Bridge! Auch wenn das Wetter nicht so war wie es in Australien sein sollte (20 Grad und Regen statt 35 Grad und Sonne...unglaublich!) und wir weder Nemo, noch den Sonnenuntergang gefunden haben, hat sich der Ausflug trotzdem auf jeden Fall gelohnt!

          

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04.03.2020: Neue Uni, neuer Alltag



Mittlerweile hat für mich schon die zweite Vorlesungswoche angefangen und langsam finde ich mich auch an der Uni zurecht. Der Hauptcampus ist ein so genannter “Bush Campus” – das heißt, er ist quasi auf australischem Waldgelände. Man ist hier umgeben von wunderschöner Natur - leider auch oft umzingelt von fiesen Mücken - und sieht die Uni teilweise vor lauter Bäumen nicht. Um Gebäude und Räume zu finden, gibt es aber eine App, die einen genau navigiert. Diese App funktioniert auch am Campus in der Innenstadt, der zwar nicht aus einem Dschungel besteht, aber neben dem hochmodernen achtstöckigen “New Space” Trakt auch noch drei weitere Universitätsgebäude hat. In der neuen und ungewohnten Umgebung habe ich an den ersten Tagen natürlich auch die klassischen Ersti Klischees erfüllt: verwirrt über den Campus irren, planlos in der Bibliothek auf Bücherjagd gehen und völlig selbstbewusst in einen
Seminarraum marschieren, wo gerade noch ein anderer Kurs zugange war....die Vorlesungen gehen hier nämlich nicht von viertel nach bis viertel vor, sondern von fünf nach bis fünf vor...merkte ich dann...als ich peinlicherweise in den falschen Kurs platzte...Und geklopft wird hier auch nicht am Ende einer Stunde - das hab ich immerhin nicht gemacht! Die ersten Tage liefen einige Studierende mit T-Shirt Aufschriften, die aussagten, dass man sie um Hilfe bitten kann, über den Campus. Dazu kann man auch Mentor*innen anfragen, die einem mit dem Studieneinstieg helfen. Außerdem gibt es das Programm “Pass”, bei dem Studierende zu einer Art Nachhilfe Stunde gehen können, also ähnlich wie unsere Tutorien. Ebenso kann man auch an Bibliothekseinführungen (mit gratis Frühstück in den ersten beiden Semesterwochen) teilnehmen. Insgesamt wird den Studierenden hier viel angeboten, um die Studienzeit, besonders den Anfang, zu erleichtern. Da ich nur an drei Tagen pro Woche zur Uni muss, habe ich überlegt, mir einen Nebenjob zu suchen, denn Freizeit genießen wird auf Dauer, zumindest für mich, doch etwas teuer. Am ersten Tag an der Uni habe ich direkt die Mensa gesucht, doch...*Schock, Schwere, Not*...es gibt hier keine! Über den Campus verteilt findet man überall ein paar Cafés oder Subway, aber
leider nicht wirklich zu studierendenfreundlichen Preisen. Selbst kochen ist also angesagt... Dafür organisiert die Newcastle University Students' Association (äquivalent zur Asta) immer mal wieder free BBQs auf dem Campus und jeden Freitag gibt es auch gratis Essen. Wenn man also nicht unbedingt jeden Tag teuer in einem Café oder Restaurant essen geht, kann man hier schon sparsam überleben. Auch öffentliche Transportmittel sind hier um einiges günstiger als in Deutschland. Es gibt zwar kein Semesterticket, aber dafür kosten die Busfahrten für Studierende nur sehr wenig (umgerechnet ca. 65 Cent für die 15-minütige Fahrt zum Campus oder 1,20 € für 30-60 Minuten Fahrt in die Stadt oder zum Strand) und es gibt einen kostenlosen Shuttlebus vom Hauptcampus “Callaghan” bis zum “New Space”. Dazu habe ich mir gegen eine kleine Kaution ein Fahrrad für das Semester gemietet - nur für sportliche Betätigungen waren mir die letzten Tage eindeutig zu heiß und die Straßen hier zu hügelig. Auch wenn hier einiges in Sachen Umwelt doch etwas fragwürdig ist (die hohe Anzahl an Plastikverpackungen, keine Besser-Becher in den Uni Cafés oder die merkwürdige Mülltrennung), ist Australien uns doch zumindest im ÖPNV und Fernverkehr einige Schritte voraus: Flüge sind teuer, Züge sind günstig. Deshalb begebe ich mich morgen auf eine 12-stündige Zugfahrt nach Brisbane für umgerechnet unschlagbare 35 Euro!

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19.02.2020: Ankunft am anderen Ende der Welt


Kaum war die Vorlesungszeit an der TU zu Ende, hieß es für mich auch schon: Koffer packen. Am 09.02. ging es nämlich schon los nach Down Under. Nach 12 schlaflosen Stunden im Flieger von Düsseldorf nach Singapur, einer Stunde Marathon-Lauf vom einen Terminal zum anderen am riesigen Changi Airport in Singapur und weiteren 7 Stunden eingequetscht im Flugzeug bin ich am 10.02. endlich in Brisbane angekommen. Bevor die Uni in Newcastle eine Woche später starten sollte, wollte ich mich erstmal noch ein paar Tage bei meiner ehemaligen Au Pair-Gastfamilie an der Gold Coast ausruhen. Schließlich braucht es doch ein paar Tage um sich erstmal einzugewöhnen. Nach zwei Tagen Jet Lag hatte ich mich dann aber schon an die 9 Stunden Zeitverschiebung und 20-25 Grad Temperatur-unterschied gewöhnt.

Bevor es jedoch zum Strand ging, habe ich erstmal andere lebenswichtige Dinge erledigt: eine SIM Karte und ein Bank Konto. Pre-Paid Karten gibt es hier für nur zwei Dollar zu kaufen und bei den meisten Internet- und Telefon-Paketen kann man sogar kostenlos nach Europa telefonieren. “What have you been up to today?”, fragt mich die Dame im Telefon Shop...kurze Verwirrung...ich will doch nur meine Karte aktivieren, wieso willst du wissen was ich heute gemacht habe? Ach ja...ich vergaß, dass so etwas in Australien völlig normal ist. Egal ob Bankmitarbeiter*in, Verkäufer*in oder Türsteher*in vor einer Bar: alle sind hier unglaublich nett, offen und bereit einfach ein kurzes Gespräch mit dir zu halten. Neu angekommen in Newcastle geht es mit dieser Freundlichkeit direkt weiter, als ich etwas verwirrt versuchte den Busplan zu studieren und mir ein Australier direkt erklärte wo welcher Bus hin fährt. Die entspannte und hilfsbereite Art der Menschen hier macht den Start in einem fremden Land aufjedenfall viel einfacher!

Am Montag (17.02.) war Orientierungstag an der Uni und da habe ich nicht nur andere internationale Studierende kennengelernt, sondern auch Australier*innen die neu anfangen. Nach zwei Tagen hab ich auch schon ein WG-Zimmer gefunden und kann ganz unkompliziert direkt einziehen. Auf dem Campus selbst gibt es auch einige Wohnheime, aber die Miete war mir dort zu teuer. Die Uni bietet dafür eine Seite an, wo man Wohnungen außerhalb vom Campus suchen kann und so habe ich meine WG gefunden, die auch nicht weit weg vom Hauptcampus ist.

Jetzt bin ich gespannt auf meine Seminare und Vorlesungen die nächste Woche starten. Da der Regen nun auch endlich aufgehört hat, werde ich mich bis zum Vorlesungsstart noch jeden Tag am Strand entspannen (50+ Sonnenschutz nicht vergessen!).

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Straya Mate!


Hi, ich bin Sabrina und studiere im Sommersemester 2020 an der University of Newcastle in Australien. Als Au-Pair durfte ich das wunderschöne Land der Koalas und Kängurus bereits erleben und freue mich jetzt darauf das Studentenleben kennenzulernen. Die Uni in Newcastle bietet viele verschiedene Seminare über die Kultur, Geschichte und Sprache des Landes und der Aboriginals. Ich hoffe, dass mir das Semester interessante Erfahrungen für mein Studium der Kultur- und Sprachwissenschaften gibt und auch bessere Einblicke in den Aussie-Lifestyle!


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Laura Hope
Tel.: 0231 755-4728

 

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