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European Policy Statement (EPS)

Das European Policy Statement (EPS) der TU Dortmund

Die EPS beschreibt in aller Kürze die Kooperationsstrategie der Technichen Universität Dortmund im Rahmen des Erasmus Programms (ERASMUS+ 2014-2020). Die EPS wurde am 15.05.2013 wie folgt bei der Exekutivagentur in Brüssel eingereicht (lediglich die Namen der UA Ruhr und seinen Büros wurden in dieser Onlineversion aktualisiert und angepasst).

 

Bitte beschreiben Sie die internationale (EU und Nicht-EU) Strategie Ihrer Einrichtung. In Ihrer Beschreibung erklären Sie bitte, a) wie Sie Ihre Partner auswählen, b) in welchem geographischen Gebiet(en) und c) die wichtigsten Ziele und Zielgruppen Ihrer Mobilitätsaktivitäten (bezüglich Hochschulpersonal und Studierende im ersten, zweiten und dritten Studienzyklus, einschließlich Studium oder Praktika, inklusive Kurzstudiengänge). Falls zutreffend, erklären Sie, wie Ihre Einrichtung in die Entwicklung von doppelten / mehrfachen / gemeinsamen Abschlüssen involviert ist.

 

Um auf die neuen Herausforderungen einer immer umfangreicheren Globalisierung reagieren zu können, treibt die Technische Universität Dortmund (TUDO) die Internationalisierung der Hochschule auf allen Ebenen voran. Die TUDO hat sich bereits in ihrer Grundordnung dazu verpflichtet, die internationale Zusammenarbeit in Forschung, Lehre und Studium sowie den Austausch mit Hochschulen im Inland wie im Ausland zu fördern und somit die Internationalisierung zu einem erklärten strategischen Ziel gemacht. Im Rahmen ihrer Internationalisierungsaktivitäten verfolgt die Hochschule u.a. den qualitativen Ausbau ihrer Netzwerke an Kooperationspartnern. Dabei geht es vor allem darum, Partnerschaften mit Leben zu füllen und umfangreiche Kooperationen anzustoßen. Aus diesem Grund schaut die TUDO bei der Auswahl ihrer potentiellen Partner auf die Kompatibilität der Institutionen, d.h. auf einen ähnlichen Zuschnitt, um eine Vielzahl von Anknüpfungspunkten zu haben. Dies beinhaltet sowohl den Zuschnitt des Fächerspektrums als auch mögliche gemeinsame Forschungsschwerpunkte bzw. –interessen sowie geographische und (entwicklungs-) politische Aspekte.

In Hinblick auf eine geographische Verteilung der Partnerinstitutionen legt die TUDO einen Schwerpunkt auf den Austausch mit Nordamerika, da sie dort über die Jahre ein vielfältiges Netzwerk von Partnerschaften aufgebaut hat und aufgrund der hervorragenden Beziehungen zu Hochschulen in den Vereinigten Staaten und den sehr guten Zahlen beim Studierendenaustausch ein Alleinstellungsmerkmal innerhalb von NRW innehat. In ihrer Kooperation mit den Ruhrgebietshochschulen, der Ruhr-Universität Bochum und der Universität Duisburg-Essen im Rahmen der Universitätsallianz Ruhr (UA Ruhr) hat die TUDO folgerichtig auch die Federführung des Verbindungsbüros „UA Ruhr Liaison Office New York" übernommen. Durch die beiden anderen Verbindungsbüros in Russland (Verbindungsbüro in Moskau, „UA Ruhr Liaison Office Moscow“) und Brasilien (Verbindungsbüros in São Paulo und Rio de Janeiro „UA Ruhr Liaison Office Latin America“) und die Mitgliedschaft im Hochschulkonsortium China-NRW ergeben sich weitere geographische Schwerpunkte der Internationalisierung der Hochschule.

Im Bereich der Studierenden-, Dozenten- und Personalmobilität ist der Austausch mit Partnerhochschulen und anderen Einrichtungen innerhalb von Europa von großer Bedeutung. Dabei können die Fakultäten selbst Länderschwerpunkte setzen, da diese in Anlehnung an den jeweiligen Studiengang von Fakultät zu Fakultät variieren können. So können die Fakultäten zusätzlich Partner auswählen und auch auf die Interessen der Studierenden reagieren, um so auch möglichst vielen Studierenden einen Auslandsaufenthalt zu ermöglichen.

Die TUDO ist in Hinblick auf eine Zielgruppenorientierung an Internationalisierungsaktivitäten auf allen Ebenen der Hochschule interessiert. Es geht dabei vor allem um die Mobilität von Studierenden in allen Studienabschnitten und die Förderung von internationalen Forschungsaktivitäten. Durch gezielte und wiederkehrende Beratungsangebote bereits ab Studienbeginn sensibilisiert die TUDO ihre Studierenden für internationale Aktivitäten und setzt darüber hinaus Förderprogramme (z.B. das PROMOS-Programm des DAAD) oder universitätseigene Stiftungen wie beispielsweise die Martin-Schmeißer-Stiftung zur Förderung internationaler Aktivitäten methodisch ein, um Studierende bei internationalen Mobilitätsmaßnahmen zu unterstützen.

Neben Studienaufenthalten im Ausland wird dabei vermehrt Kurzzeitprogrammen wie internationalen Praktika besondere Aufmerksamkeit geschenkt, da diese oftmals weitere Anreize für darauf aufbauende Mobilitäten generieren.

Bezüglich der Internationalisierung ihres Personals bietet die TUDO Unterstützung bei Mobilitätsmaßnahmen sowohl im wissenschaftlichen Bereich (Dozentenmobilitäten) als auch im Verwaltungssektor (Personalmobilität) an. Das Konzept der „Internationalization at Home“ ist hier erneut von großer Bedeutung und die TUDO verfügt mit ihrem Internationalen Begegnungszentrum (IBZ) über einen Ort, der als Plattform für internationalen Austausch und Begegnungen fungiert und Leuchtturmwirkung für die Internationalisierung der Hochschule innehat.

Die Internationalisierung der Lehre ist ebenfalls ein erklärtes Ziel der TUDO, wobei es dabei sowohl um das Angebot englischsprachiger Lehrveranstaltungen (z.B. in internationalen Masterprogrammen) als auch die Schaffung von gemeinsame Studienprogramme und internationalen Studiengängen (Joint Master Programs) geht. Hier haben einige Fakultäten wie der Maschinenbau oder die Raumplanung bereits Vorreiterrollen übernommen und bieten gemeinsame Abschlüsse mit Hochschulen in China oder Afrika an. Um diese Entwicklungen zu fördern bietet das Referat Internationales den Wissenschaftlern/Wissenschaftlerinnen Unterstützung bei der Anbahnung und Implementierung von internationalen Kooperationen in der Lehre an und informiert auch über Förderprogramme zur Erreichung dieser Ziele.

 

 

Falls zutreffend, beschreiben Sie bitte die Strategie Ihrer Einrichtung für die Organisation und Durchführung von internationalen (EU und nicht-EU) Kooperationsprojekten in der Lehre und Ausbildung mit Bezug auf Projekte, die durch das Programm durchgeführt werden.

Im Rahmen ihrer Internationalisierungsstrategie verfolgt die TUDO das Ziel die Durchführung internationaler Kooperationsprojekte weiter zu fördern, um somit ihr internationales Profil zu erweitern und zu stärken. Das Referat Internationales fungiert dabei als zentrale Einheit, in der die Abwicklung und Durchführung internationaler Projekte zusammengeführt werden. Somit steht den Hochschulangehörigen, die Interesse an internationalen Kooperationsprojekten haben, eine zentrale Anlaufstelle zur Verfügung, die durch die direkte Anbindung an das Rektorat schnelle und effiziente Handlungsmöglichkeiten aufweist. Darüber hinaus beinhaltet die Vernetzung des RI mit anderen zentralen Verwaltungseinheiten, die in die Abwicklung von internationalen Projekten eingebunden sind, wie z.B. das Finanzdezernat oder das Justiziariat, eine hohe Planungssicherheit für Projektbeteiligte, da bestimmte notwendige Prozesse, z.B. bei der Antragstellung oder beim Berichtswesen, zentral in die Wege geleitet und zum Abschluss gebracht werden. Dies erleichtert potentiellen Antragstellern die Arbeit und fördert ihre Motivation für die Umsetzung internationaler Projekte und bietet gleichzeitig die notwendige informative und personelle Grundlage, die für eine erfolgreiche Durchführung von internationalen Projekten notwendig ist. Darüber hinaus wird diese Infrastruktur durch Einrichtungen wie das EU-Büro, das Antragsteller bei EU-Anträgen unterstützt, ergänzt. Des Weiteren ist zu erwähnen, dass das RI für die Teilnehmer/-innen an internationalen Kooperationsprojekten, die als Incomings an die TUDO kommen, zahlreiche Serviceangebote anbietet, die u.a. Wohnraumbereitstellung und –beratung, soziale und finanzielle Beratung und zahlreiche integrative Programme und Maßnahmen umfassen.

 

Bitte beschreiben Sie die erwarteten Auswirkungen auf die Modernisierung Ihrer Einrichtung bezüglich der politischen Ziele (für jede der fünf Prioritäten der Modernisierungsagenda ), die Sie durch Ihre Teilnahme am Programm zu erreichen suchen.

Die TUDO möchte durch die Teilnahme am Programm für die Hochschulbildung 2014 bis 2020 eine Verstärkung und eine Verstetigung ihrer Internationalisierungsaktivitäten erreichen. Durch die gezielte Nutzung von Kooperationsprojekten im Rahmen des Programms wird es der TUDO gelingen, ihre Attraktivität zu steigern und die Qualität ihrer Ausbildung—auch durch internationale Benchmarking-Prozesse zu verbessern, so dass eine Anhebung des Bildungsgrads zur Deckung von Europas Bedarf an Akademikern und Forschern erreicht werden kann. In Hinblick auf ihr besonderes regionales Profil im Ruhrgebiet bietet die TUDO bereits jetzt zahlreiche Maßnahmen zur Gewinnung von Studierenden mit Migrationshintergrund an, um die Potentiale dieser Zielgruppe nicht ungenutzt zu lassen. So hat sich an der TUDO beispielsweise das erste Netzwerk von Lehramtsstudierenden mit Zuwanderungsgeschichte gegründet, das es inzwischen an weiteren Hochschulen in NRW gibt.

Durch die Einbringung von internationalen Impulsen in die Hochschulbildung gelingt es, die Qualität und Relevanz der Hochschulbildung zu verbessern, da z.B. die Schaffung gemeinsamer Studienprogramme immer auch eine Rückbesinnung und Analyse der bestehenden Angebote beinhaltet und somit fortwährende Verbesserungsprozesse initiiert werden. Die Nutzung von internationalen Perspektiven bietet immense Chancen zur Optimierung von Lehr- und Lernprozessen und leistet einen entscheidenden Beitrag zur strukturellen und inhaltlichen Weiterentwicklung der Hochschulen. Dabei spielen grenzübergreifende Zusammenarbeit und die internationale Mobilität wichtige Rollen, die durch die Implementierung von internationalen Kooperationsprojekten, d.h. durch eine Ausrichtung von Forschung und Lehre über nationale Grenzen hinaus, ermöglicht werden.

Mit der Nutzung des Programms für die Hochschulbildung gelingt es der TUDO darüber hinaus ihre bereits bestehenden Netzwerke zwischen Forschungseinrichtungen und der regionalen Wirtschaft zu verbessern. Der an die Hochschule angrenzende Technologiepark und das Technologiezentrum sind eindrucksvolle Beispiele für die bereits geleistete Arbeit in diesem Bereich und unterstreichen die Verknüpfung von Hochschulbildung, Forschung und Wirtschaft und stellen ein wichtiges Instrument in der regionalen Entwicklung der Stadt und der Region dar.

Eine Optimierung bestehender Prozessabläufe soll ferner durch die Teilnahme am Programm für die Hochschulbildung an der TUDO erreicht werden. Dies geschieht zum einen durch die zentrale Abwicklung der Programmelementen im Referat Internationales und zum anderen durch die effizientere Gestaltung von Verwaltungsverfahren und –abläufen. Die mit der Teilnahme einhergehenden Monitoringaktivitäten und das Berichtswesen können somit erheblich zu einer Verbesserung von Steuerungsprozessen beitragen. Darüber hinaus ist das Bekenntnis der Hochschulleitung durch die Unterzeichnung der ERASMUS Charta ein wichtiger Bestandteil der Internationalisierungsaktivitäten der TUDO.

 

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